Willkommen beim BUND-Ortsverband Kirchhain-Amöneburg-Rauschenberg!

BUND Ortsverband Kirchhain-Amöneburg-Rauschenberg
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Willkommen beim BUND-Ortsverband Kirchhain-Amöneburg-Rauschenberg!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt.

Willkommen beim BUND-Ortsverband Kirchhain-Amöneburg-Rauschenberg!

Unsere Ortsgruppe trägt mit Projekten konkret zur Förderung des Naturerlebens von Kindern, durch Pflege von Streuobstwiesen und durch die Unterstützung einer blühenden Stadt zum aktiven Umweltschutz bei. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei, schreiben Sie eine Mail oder stöbern Sie vorerst auf unserer Seite! 

Auf dieser Homepage wollen wir Ihnen unsere Themen und Projekte vorstellen. 


 

Apfel-Panoramaweg

Sparkasse unterstützt den BUND bei der Ausweisung eines Rundwanderweges

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Ortsverband Kirchhain-Amöneburg-Rauschenberg plant in enger Zusammenarbeit mit der Stadt für das Jubiläumsjahr 2027 die Ausweisung eines thematischen Wanderweges nördlich von Kirchhain. In diesem Bereich wurden in den letzten Jahren umfangreiche Pflegemaßnahmen an den alten Streuobstbeständen und Nachpflanzungen durchgeführt Hierzu wurden insbesondere alte regionale Apfel- und Birnensorten ausgewählt. Diese alte Kulturlandschaft zeigt eine hohe Artenvielfalt und eine große Biodiversität. Mit der Anlage des Apfel-Panorama-Weges möchten wir auf den besonderen ökologischen Wert dieser Flächen hinweisen und der Bevölkerung die heimischen Obstsorten nahebringen.

Der Rundweg wird eine Länge von ca. 6 km haben. An ausgewählten Aussichtspunkten werden Panoramatafeln die landschaftlichen Sehenswürdigkeiten erläutern. Der Wanderweg wird durch eine Reihe von Informationstafeln und spielerische Naturerlebnisse bereichert. Hierzu zählt auch eine interaktive Tafel zum Thema „Vermeidbarer Müll in der Landschaft“, die das Wegwerfen von Müll spielerisch aufgreifen und am Ausgangspunkt des Weges in der Streuobstwiese „In den Lambern“ aufgestellt werden soll.

Zur Finanzierung dieser Tafel und Unterstützung einer professionellen und langlebigen Ausgestaltung der Informationspunkte hat die Sparkasse Marburg-Biedenkopf dem BUND bereits im Vorfeld eine Spende in Höhe von 1000 € zur Verfügung gestellt. Diese wurde anlässlich des monatlichen Treffens der BUND-Ortsgruppe (jeweils am ersten Donnerstag des Monates um 19 Uhr im Turmzimmer der BGH Kirchhain) von Herrn Chkeir übergeben.
 

Spendenübergabe durch den Vereinsbetreuer der Sparkasse Herr Chkeir (rechts) an den BUND Kirchhain Spendenübergabe durch den Vereinsbetreuer der Sparkasse Herr Chkeir (rechts) an den BUND Kirchhain

 

Kirchhainer Grashüpfer - Mit Kindern in der Natur unterwegs

Heute Besuch beim Imker

Kinder bei den Grashüpfern  (BUND Kirchhain)

Seit nunmehr 25 Jahren gibt es die Kirchhainer Grashüpfer, eine von BUND Kirchhain und JUKUZ geleitete Kindergruppe. Die Kinder treffen sich jeweils montagnachmittags an verschiedenen Orten in der nahen Umgebung Kirchhains. Es wird gemeinsam gespielt und getobt und dabei die Welt mit ihren Naturgeheimnissen entdeckt.

Neben der Herstellung von selbst gepresstem Apfelsaft im Herbst, einem Ausflug in einen Naturpark im Sommer, das Bauen von Vogelnistkästen und das Herstellen von Vogelfutter im Winter ist stets der Besuch beim Imker ein absolutes Highlight.

Auch in diesem Juni waren die Kinder in Langenstein bei Dr. Ralph Büchler, um Einblick in das Leben und die Bedeutung der Honigbienen zu erhalten. Bevor die Kinder mit ihren Betreuern zu den Bienenstöcken gingen, gab es ausführliche Verhaltensanweisungen: keine hektischen Bewegungen, kein Geschrei, nur leise Unterhaltung und langsame Bewegungen. Was Kindern normalerweise schwer fällt – hier in dieser speziellen Umgebung war das kein Problem!

Wie der Imker selbst, wagten sich fast alle Kinder ohne zusätzliche Schutzkleidung an die Bienenstöcke. Beim Öffnen der Beute herrschte absolute Stille und das Erstaunen über das „Gewusel“ im Bienenstock war groß. Immerhin befinden sich um diese Jahreszeit 40 000 Bienen auf engstem Raum im Stock. Durch den angstfreien Umgang des Imkers mit den Bienen, die es ihm ermöglichten, sie gefahrlos anzufassen, wurden auch die Kinder ermutigt, die sonst angstbesetzten, weil stechenden Bienen in die Hand zu nehmen und auf ihren Armen krabbeln zu lassen und dabei ruhig zuzusehen.

Natürlich sind Imkerwerkzeuge wie der Smoker besonders faszinierend und jeder wollte den Metallbehälter mit Blasebalg, der Rauch erzeugt, um die Bienen zu beruhigen, zumindest einmal in der Hand halten. Der Höhepunkt des Besuchs bestand natürlich im Schleudern des Honigs. Hier durften die Kinder beim Entdeckeln der Waben mithelfen, bevor die Rähmchen in die Schleuder gestellt wurden. Kräftige Armmuskeln waren dann gefragt, und am Ende wurde die Anstrengung belohnt und jeder durfte den noch warmen und flüssigen Honig kosten. Einhellig fiel das Urteil aus: Der leckerste Honig, den man je gegessen hat!

Mit dem Ende des Schuljahres sind einige Plätze frei geworden. Wer Lust hat, sich der Kindergruppe anzuschließen, sollte sich umgehend anmelden, entweder über die Homepage des BUND (bund-kirchhain.de); hier finden sich auch weitere Informationen zur Kindergruppe, oder über das JUKUZ der Stadt Kirchhain. 

Bildergalerie Honigernte


 

Internationaler Tag der Streuobstwiesen 2026

Streuobstwiesenfest In den Lambern am Sonntag, 19. April 2026

Bild der blühenden Streuobstwiese in den Lambern  (BUND-Ortsverband Kirchhain)

Mit der Aufnahme der Streuobstwiesen in das Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe im Jahr 2021 wurde die Bedeutung dieses Lebensraumes unterstrichen. Seitdem wird mit dem internationalen Streuobstwiesentag Ende April auf dieses schützenswerte Kulturgut aufmerksam gemacht.

Glücklicherweise verfügt die Stadt Kirchhain und ihre Stadtteile über eine Vielzahl von Streuobstflächen, die in den kommenden Wochen in voller Blüte stehen werden. Neben dem Ertrag an regionalem Obst geht es vor allem um den ökologischen Wert der Obstwiesen, die zu den Lebensräumen mit der höchsten Artenvielfalt zählen. Die Vogelwelt der Obstwiesen ist einzigartig; die Insektenvielfalt, insbesondere von Schmetterlingen, Käfern und Bienen ist unüberschaubar und im Unterwuchs sind je nach Lage eine große Anzahl von z.T. seltenen Wiesenkräutern zu finden.

Kirchhains kommunale Streuobstflächen werden vor allem vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der Stadt Kirchhain in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Marburg-Biedenkopf betreut. Der BUND möchte anlässlich des Internationalen Streuobstwiesentages auf die Streuobstwiese In den Lambern im Nordwesten von Kirchhain hinweisen. Auf diesem Areal, durch das auch der Wanderweg Himmelsbergroute führt, ist der Ortsverband seit mehr als 20 Jahren aktiv. Er kümmert sich um den Schnitt der z.T. recht alten und großen Apfel- und Birnbäume, jährlich werden Bäume nachgepflanzt und die Brombeer- und Weißdornsträucher rundum in Schach gehalten. Zur Erhöhung der Artenvielfalt wurden im letzten Jahr ein Sandarium für erdbewohnende Wildbienen sowie ein Lesesteinhaufen als Rückzugsmöglichkeit für Kriechtiere, Spinnen und Insekten angelegt. An beiden Biotopen weisen Informationstafeln die Spaziergänger auf diese Besonderheiten hin. Genau rechtzeitig zum Streuobstwiesenfest hat der BUND Sortenschilder zu zwölf am Wegesrand stehenden Apfelbäumen angebracht. Es werden darauf bekannte Apfelsorten wie Goldparmäne, Cox Orange oder Boskoop mit ihren Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt, aber auch seltene alte Sorten wie Jakob Lebel, Rheinischer Bohnapfel oder Haberts Renette mit ihren Besonderheiten.

Beim diesjährigen Streuobstwiesenfest möchte der BUND bei einem Wiesenspaziergang über diese besonderen Schätze der Streuobstfläche informieren. Wir laden alle Kirchhainerinnen und Kirchhainer, insbesondere Familien, herzlich zu unserem Streuobstwiesenfest ein. Bei hoffentlich gutem Wetter wird es Mitmachaktionen für die Kinder geben, der Spielplatz ist gleich nebenan. Für Verkostung ist gesorgt mit Apfelkuchen und Kaffee. Außerdem wird unser „Premium-Apfelsaft“ aus den Lambern zum Probieren und Verkauf angeboten.

  • Treffpunkt: Streuobstwiese "In den Lambern" unterhalb des Seilbahnspielplatzes an der Straße "Auf dem  Eichhänzchen"
  • Termin: Sonntag, den 19. April 2026, 15:00 Uhr
     

 

Ein Sandkasten für Wildbienen in den Lambern

03.12.2024

Foto des fertigen Sandariums

Es gibt etwa 560 verschiedene Wildbienenarten in Deutschland. Davon nisten rund 75 % im Erdboden. Die üblichen Insektennisthilfen sind also nur für eine kleine Gruppe der einzeln lebenden Bienen von Interesse. Mit einem Sandarium, einem künstlich angelegten Nistbereich für erdbewohnende Insekten, sollen daher die Wildbienen unterstützt werden, die ihre Nisthöhlen in den offenen Boden bauen.

Zu den bodennistenden Bienenarten zählen u.a. Sandbienen, Furchenbienen, Seidenbienen, Blutbienen oder Langhornbienen; auch Wespenarten wie die Lehmwespe oder die Schornsteinwespe nutzen offene Erde und freie Sandflächen ebenso wie der Ameisenlöwe, die Larve einiger Ameisenjungfern (Netzflügler).


Der BUND Kirchhain hat ein Sandarium in der Streuobstwiese In den Lambern am nordwestlichen Ortsrand von Kirchhain angelegt. Die Fläche in einer sonnigen Hanglage umfasst ca. 10 m². Als Sand wurde ungewaschener lehmhaltiger Grubensand von unterschiedlicher Körnung eingefüllt. Durch die verschieden grobe Körnung soll ein Lebensraum für verschiedene Bienenarten geschaffen werden. Aufgelegte Brombeer- und Heckenrosenranken verhindern, dass die Sandfläche als Hunde- oder Katzenklo verwendet wird. Totholz in der Nähe erleichtert die Bruttätigkeit; denn um die Brutröhren zu stabilisieren und die Eingänge zu verschließen, nagen die Insekten das Totholz ab und vermischen es mit ihrem Speichelsekret zur Auskleidung der Brutgänge.

Wer in seinem Garten diese Insektengruppen unterstützen will, findet beim BUND Baden-Württemberg (bund-bawue.de) oder beim BUND Bremen (bund-bremen.net) unter dem Stichwort Sandarium Bauanleitungen sowie Tipps zur Sandbeschaffenheit. Gerne können Sie auch uns ansprechen. Eine Fläche von einem halben Quadratmeter reicht bereits aus, die Wildbienen anzulocken und zu ihrem Erhalt beizutragen!